Typisch Erol: Zuschauer oder Gestalter?
Manchmal reicht ein einziges Bild, um einen Gedanken auszulösen.
Ich habe einen Bericht gesehen, in dem humanoide Roboter vorgeführt wurden. Technik, Bewegung, Präzision. Menschen stehen daneben und schauen zu. Ein starkes Bild.
Nicht wegen der Technik allein, sondern wegen der Rolle. Zuschauer oder Gestalter.
18 Jahre unterwegs bei Unternehmen
In den letzten 18 Jahren durfte ich viele Firmen auf Messen begleiten oder direkt an ihren Standorten besuchen. Solarfirmen, mittelständische Betriebe, Entwickler, Tüftler. Orte, an denen man sofort merkt, wie viel Know-how hier steckt.
Ich erinnere mich an eine Firma im Schwarzwald. Außen Idylle, Ruhe, Natur. Und innen Hightech, Robotik, Innovation. Genau diese Momente bleiben hängen. Man steht da und denkt: Wahnsinn, was hier alles entsteht.
Der Schwarzwald gilt nicht umsonst als Land der Tüftler. Viele Ideen, viele Patente, viel Erfindergeist. Deutschland war und ist ein starker Wirtschaftsstandort, geprägt von Menschen, die Dinge entwickeln und voranbringen.
Der Gedanke, der hängen bleibt
Vielleicht hat mich deshalb dieses Bild so beschäftigt. Wenn Innovation plötzlich woanders gezeigt wird und man selbst nur noch danebensteht, fühlt sich das seltsam an.
Und genau dieser Gedanke hat mich an meine eigene Arbeit erinnert.
Auch als Künstler kann man irgendwann nur noch zuschauen. Oder man entscheidet sich, neue Werkzeuge frühzeitig kennenzulernen.
Kunst und neue Werkzeuge
Für mich ist KI kein Ersatz für Zeichnen. Die Linie entsteht weiterhin von Hand, direkt auf dem iPad. Aber danach entstehen neue Möglichkeiten, neue Welten, neue Ideen.
Ich sehe das ähnlich wie damals, als digitales Zeichnen langsam Einzug gehalten hat. Wer früh angefangen hat, musste später weniger aufholen.
Je eher man sich einarbeitet, desto natürlicher wird es.
Typisch Erol eben
Am Ende geht es gar nicht um Technik oder große Schlagzeilen. Es geht darum, neugierig zu bleiben und die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, statt irgendwann nur noch Zuschauer zu sein.
Ich habe mich entschieden, lieber mitzuspielen.
Und genau daraus entstehen manchmal neue Ideen.