Karikatur von Cem Özdemir - klare Haltung, klare Linien
Manchmal begegnet man in der Politik Persönlichkeiten, die trotz aller Diskussionen und Meinungsunterschiede eines gemeinsam haben: Sie wirken bodenständig. Genau dieses Gefühl habe ich seit vielen Jahren bei Cem Özdemir.
Für mich steht er für eine verlässliche, ruhige und sachliche Politik. In Baden Württemberg ist diese Art der politischen Arbeit auch durch seinen Vorgänger Winfried Kretschmann geprägt worden. Eine Politik, die weniger von lauten Schlagzeilen lebt, sondern eher von Kontinuität und Verlässlichkeit.
Was mir bei Cem Özdemir besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist eine Aussage aus früheren Interviews. Trotz seiner türkischen Herkunft hat er immer klar betont, dass er sich als deutscher Politiker versteht und nicht als Vertreter einer bestimmten Bevölkerungsgruppe. Diese Haltung finde ich bemerkenswert, weil sie zeigt, dass Politik für das ganze Land gedacht sein sollte und nicht nur für einzelne Teile der Gesellschaft. Als Türke bin ich Joghurt gewöhnt, doch in einer Zeit von rechts-drehenden und links-drehenden Schwurblern ist für mich Cem Özdemir eine Vertreter einer verlässlichen Politik.
Auch in seiner Arbeit als Bundesminister hat er aus meiner Sicht gezeigt, dass er diese Rolle ernst nimmt und verlässlich ausfüllt. Unabhängig davon, wie man politisch im Detail zu einzelnen Entscheidungen steht, wirkt seine Art der Politik auf mich sachlich und verbindlich.
Als Karikaturist interessiert mich bei Persönlichkeiten aus der Politik natürlich auch immer der Charakter hinter dem Gesicht. Die markanten Züge, die Brille, die eher ruhige Mimik – all das macht Cem Özdemir zu einem spannenden Motiv für eine Karikatur.
In dieser Zeichnung habe ich versucht, genau diese Mischung einzufangen: die markanten Gesichtszüge, den klaren Blick und eine gewisse Ruhe im Ausdruck. Wie bei vielen meiner Arbeiten entstand die Karikatur zunächst als klassische Zeichnung und wurde anschließend digital weiter ausgearbeitet. Für Licht und Farbideen habe ich zusätzlich KI-Interpretationen genutzt, die mir als Inspiration für das finale Rendering dienten.
So verbindet sich bei dieser Karikatur klassische Zeichnung mit moderner Technik – ganz im Sinne meiner Arbeit als Karikaturist, der Tradition und neue Möglichkeiten miteinander kombiniert.
Typisch Erol: Zuschauer oder Gestalter?
Manchmal reicht ein einziges Bild, um einen Gedanken auszulösen.
Ich habe einen Bericht gesehen, in dem humanoide Roboter vorgeführt wurden. Technik, Bewegung, Präzision. Menschen stehen daneben und schauen zu. Ein starkes Bild.
Nicht wegen der Technik allein, sondern wegen der Rolle. Zuschauer oder Gestalter.
18 Jahre unterwegs bei Unternehmen
In den letzten 18 Jahren durfte ich viele Firmen auf Messen begleiten oder direkt an ihren Standorten besuchen. Solarfirmen, mittelständische Betriebe, Entwickler, Tüftler. Orte, an denen man sofort merkt, wie viel Know-how hier steckt.
Ich erinnere mich an eine Firma im Schwarzwald. Außen Idylle, Ruhe, Natur. Und innen Hightech, Robotik, Innovation. Genau diese Momente bleiben hängen. Man steht da und denkt: Wahnsinn, was hier alles entsteht.
Der Schwarzwald gilt nicht umsonst als Land der Tüftler. Viele Ideen, viele Patente, viel Erfindergeist. Deutschland war und ist ein starker Wirtschaftsstandort, geprägt von Menschen, die Dinge entwickeln und voranbringen.
Der Gedanke, der hängen bleibt
Vielleicht hat mich deshalb dieses Bild so beschäftigt. Wenn Innovation plötzlich woanders gezeigt wird und man selbst nur noch danebensteht, fühlt sich das seltsam an.
Und genau dieser Gedanke hat mich an meine eigene Arbeit erinnert.
Auch als Künstler kann man irgendwann nur noch zuschauen. Oder man entscheidet sich, neue Werkzeuge frühzeitig kennenzulernen.
Kunst und neue Werkzeuge
Für mich ist KI kein Ersatz für Zeichnen. Die Linie entsteht weiterhin von Hand, direkt auf dem iPad. Aber danach entstehen neue Möglichkeiten, neue Welten, neue Ideen.
Ich sehe das ähnlich wie damals, als digitales Zeichnen langsam Einzug gehalten hat. Wer früh angefangen hat, musste später weniger aufholen.
Je eher man sich einarbeitet, desto natürlicher wird es.
Typisch Erol eben
Am Ende geht es gar nicht um Technik oder große Schlagzeilen. Es geht darum, neugierig zu bleiben und die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, statt irgendwann nur noch Zuschauer zu sein.
Ich habe mich entschieden, lieber mitzuspielen.
Und genau daraus entstehen manchmal neue Ideen.
Typisch Erol: Eigentlich wollte ich nur meinen Sohn verabschieden
Manchmal entstehen Ideen genau dann, wenn man gar nicht daran denkt.
Ich hatte gerade meinen Sohn nach Berlin verabschiedet. So ein Moment, bei dem man kurz stehen bleibt, ein bisschen nachdenklich wird und einfach losläuft. Auf dem Rückweg fiel mir ein Plakat auf. Weinmesse.
Eigentlich nur ein kurzer Blick. Aber im Kopf ging sofort etwas los. Typisch Erol.
Eine Idee zwischen Alltag und Heimweg
Wein hat etwas Besonderes. Tradition, Geschichten, Menschen, die mit Leidenschaft dabei sind. Gleichzeitig ist die Branche längst nicht mehr nur klassisch unterwegs. Viel Neues, viel Bewegung, neue Ideen.
Während ich weiterlief, dachte ich plötzlich an meine iPad-Karikaturen und an die KI-Veredelung, mit der ich gerade experimentiere.
Was passiert eigentlich, wenn man eine Karikatur nicht nur zeichnet, sondern sie in eine kleine thematische Welt setzt?
Wieder zu Hause habe ich es ausprobiert. Aus der Zeichnung wurden Figuren, die sich ganz natürlich in eine Weinatmosphäre einfügen. Keine große Fantasy, eher eine ruhige, leicht schelmische Stimmung. So entstanden die ersten „Hüter der Reben“.
Die Zeichnung bleibt das Herzstück
Am Anfang steht immer die Linie. Das direkte Zeichnen, der Moment mit dem Menschen vor mir. Die KI kommt erst danach ins Spiel und erweitert das Bild ein bisschen, ohne die Handschrift zu verändern.
Genau das macht den Reiz aus. Man erkennt die Karikatur, aber es entsteht trotzdem etwas Neues.
Ideen ko
mmen unterwegs
Das Spannende ist, dass solche Gedanken meistens nicht geplant sind. Ein Gespräch, ein Plakat, eine Situation auf der Straße und plötzlich ist da ein neuer Ansatz.
Heute war es die Weinwelt.
Morgen ist es vielleicht etwas ganz anderes.
Typisch Erol eben.
Ein kleiner Ausblick
Vielleicht begegnen wir uns irgendwann auf einer Messe oder einem Event. Dann entsteht aus einer schnellen Zeichnung nicht nur ein Porträt, sondern eine kleine Geschichte, die zu diesem Moment passt.
Früh buchen lohnt sich
Viele Termine werden lange im Voraus geplant.
Darum läuft aktuell weiterhin meine Book & Pay Frühbuchaktion mit 10 % Vorteil auf die Netto-Gage.
Live-Karikaturen leben davon, dass Menschen stehen bleiben, lachen und kommentieren. Und manchmal passiert etwas besonders Schönes: Das Publikum fängt an mitzumischen. In einem Zeitalter, in dem Prompten eines der neuen großen Talente sein wird, passt Erol wie angegossen. Das Schöne ist, dass es nicht auf iPad-Karikaturen beschränkt sein wird. Auch bei klassischen Karikaturen lässt sich das einbauen um die Verbundenheit mit Tradition und Offenheit zu zukunftsweisenden Technologien zu symbolisieren.
Ich zeichne ganz normal live – und manchmal sind Zwischenrufe angesagt:
➡️ „Mach ihn zum Superhelden!“
➡️ „Comic-Stil!“
➡️ „Jetzt bitte Science-Fiction!“
Und genau da entsteht das spontane Promptereignis.
Die Zeichnung bleibt meine Arbeit – aber die Ideen kommen aus der Runde. Freunde, Kollegen oder Messebesucher werfen Vorschläge rein, ich greife sie auf, und alle schauen gespannt zu, was daraus wird.
Das ist kein festes Programm und keine Technik-Show. Eher ein Moment, der einfach passiert, wenn Stimmung und Leute passen. Und ehrlich gesagt: Genau diese ungeplanten Situationen sind oft die besten.
Plötzlich diskutieren Menschen miteinander, lachen, zeigen auf das iPad – und der Stand füllt sich ganz von allein. Man merkt schnell: Wenn irgendwo was los ist, wollen alle wissen, was da gerade passiert.
Am Ende bleibt eine Live-Zeichnung – plus ein gemeinsamer Moment, an den man sich erinnert.
Und ja: Manchmal wird aus einem normalen Porträt eben ein Superheld.
Tradition trifft Moderne - mein Frühlingsprogramm als Karikatourist